Shisen-dō 11, spring
Shisen-dō 11, spring
Northeast Kyoto
31 May 2009 (8:00–9:00)

Die Galerie Kaune, Posnik, Spohr freut sich, mit der kommenden Ausstellung neue Arbeiten der niederländischen Fotokünstlerin Jacqueline Hassink präsentieren zu dürfen.

Hassinks Serie ‚View, Kyoto (2004-2014)‘ – zu der ihr gleichnamiges Buch (Verlag:Hatje Cantz) gerade den Deutschen Fotobuch-Preis 2015 der Kategorie Silber erhalten hat – zeigt sich durchdringende Innen- und Außenräume buddhistischer Tempel und ihren traditionellen, japanischen Gartenanlagen, die den Schwerpunkt der Ausstellung bilden. Ergänzt wird die Serie durch zwei Aufnahmen der Insel Yakushima, die für ihre magischen Zedernwälder bekannt ist und einige der ältesten Bäume Japans beheimatet.

Hiermit laden wir Sie herzlich zur Vernissage am 12.12.2014 ab 19 Uhr ein. Die Künstlerin wird anwesend sein und am 13.12. 2014 im Rahmen eines Künstlergesprächs mit Markus Hartmann ab 15 Uhr ihr Buch in den Galerieräumen signieren.

Jacqueline Hassinks fotografische Auseinandersetzung mit der Präsenz von Raum und Architektur zeigt sich bereits in früheren Arbeiten wie in ihrer Serie „The Table of Power 2“ (2009-11), in der sie (menschenleere) Konferenzräume der bedeutendsten europäischen Konzerne abbildete. Auch in ihren neuen Bildern zeigt die Künstlerin explizit Raum, indem sie mit Kyotos Tempeln und deren anliegenden Gärten sowohl private Architekturen als auch öffentliche Räume fotografiert. Sie verzichtet hier ebenfalls bewusst auf die Anwesenheit von Menschen, lässt höchstens Spuren dieser erahnen und schafft grade dadurch Orte, die in ihrer „Leere“ vollkommen wirken. Die Bilder der Tempel mit ihrer vorherrschenden, beeindruckenden Klarheit und Strenge, der Ausblick auf die Sphäre der geordneten, harmonischen, aber lebendigen Natur; diese Durchdringung der Innen- und Außenräume erinnert zwar noch an die Einwirkung des Menschen, lassen aber ihr selbstständiges Zusammenspiel in den Vordergrund rücken und bezaubern durch ihre schlichte Schönheit.
Hassinks kontinuierliche fotografische Leistung liegt unter anderem darin, den von ihr abgebildeten Räumen die Bedeutsamkeit der abwesenden Menschen und ihren „Funktionen“ zu übertragen und zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Werk.

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