Karl Hugo Schmölz, Gerlinghochhaus bei Nacht, 1953, ©Archiv Wim Cox
Karl Hugo Schmölz, Gerlinghochhaus bei Nacht, 1953, ©Archiv Wim Cox

(*1917-1986) übernahm nach seiner Fotolehre beim Vater Hugo Schmölz, 1938 dessen Kölner Atelier und wurde besonders durch seine fotografischen Dokumentationen des Wirtschaftswunder-Deutschland der Fünfziger und Sechziger Jahre bekannt, das er mit seiner Plattenkamera festhielt - vor allem die der neuen Architektur. Damit schließt Schmölz laut FAZ „die Lücke zwischen August Sander und Bernd und Hilla Becher“.

Seine betont sachliche, scheinbar unkommentierte dokumentarische Sicht auf die Dinge wurde Schmölz’ Markenzeichen, das sich vor allem in den Bildern der modernen Nachkriegsarchitektur – von der Zerstörung bis zum Wiederaufbau widerspiegelt. Mit Architekten wie Wilhelm Riphahn, Dominikus und Gottfried Böhm, Adolf Abel, Bruno Paul und Johannes Schürmann arbeitete er eng zusammen. Später fotografierte Schmölz auch Möbel und Design. Seine Auftragsarbeiten präsentieren die analoge Fotografie auf dem Höhepunkt ihrer technischen Entwicklung.

Von 1938 – 1958 arbeitete Schmölz unter anderem als Auftragsfotograf für die Familie Gerling, die bekannter Maßen das äußere Erscheinungsbild des Gereonsviertels stark geprägt hat und in deren Nutzung zeitweilig auch die Kapelle zum Hl. Joseph gehörte, in der nun unsere Galerie Kaune Contemporary zu Hause ist.
Mit der Ausstellung DAS QUATIER laden wir Sie ein, die gerade jetzt spürbare - nicht ausschließlich architektonische - neue Entwicklung des Gerling Quartiers, einer der wohl prägnantesten Orte des Kölner Stadtzentrums, im direkten Vergleich betrachten zu können.

Gemeinsam mit dem Schmölz Archiv zeigt die Galerie ungehobene Schätze, die der Öffentlichkeit, über Jahrzehnte auf Glasplattendias behutsam archiviert, bisher verborgen geblieben sind.

Es spricht zur Begrüßung Till A. Diekmann, der Geschäftsführer Immofinanz Deutschland, welche über die letzten Jahre, trotz vieler unerwarteter Hindernisse, mit großem Engagement dazu beigetragen hat, das dieses, zunächst verlassene Büroviertel nun zum Zentrum urbaner Wohnkultur erblüht.

Karl Hugo Schmölz, Gerling, 1953, © Archiv Wim Cox
Karl Hugo Schmölz, Gerling, 1953, © Archiv Wim Cox
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