Todd Hido lebt und arbeitet in der San Francisco Bay Area/USA. In 2001 veröffentlichte er seine erste Monographie mit dem Titel „HouseHunting“ und wurde damit zum aufgehenden Stern der Amerikanischen Kunstszene. Inzwischen sind seine Arbeiten in der ganzen Welt bekannt und werden in den größten und wichtigsten Kunstinstitutionen wie z.B. dem Guggenheim Museum, Whitney Museum, Georg Eastman House sowie dem Art Institute of Chicago, dauerhaft ausgestellt. Kaune, Sudendorf vertritt Todd Hido in Deutschland und zeigt mit „House Hunting“/ „Nudes“ seine erste Einzelausstellung in Westeuropa.

Besonders bekannt ist Hido für seine Nacht-Fotografien, in denen er menschenleere Vororte und Straßenränder dokumentiert. Er bezieht einen großen Teil seiner Inspiration aus der Vergangenheit und scheint sich Momentaufnahmen seiner Kindheit, wie etwa die Atmosphäre des Amerikanischen Vororts, in dem er aufwuchs, zu bedienen. In der Reihe „House Hunting“ hat Hido Außenfassaden in Häusersiedlungen, deren beleuchtete Fensterscheiben ihre Bewohntheit signalisieren, bildlich festgehalten. Selten hat die Vorstadt gespenstischer und verlassener ausgesehen.

Seine Portraits von Frauen, die in trostlosen Räumen posieren, verweisen auf Entwurzelung, Heimatlosigkeit, Isolation, Verlassenheit und Schwund. Sie dokumentieren damit eine unumgängliche Endlichkeit. Wir lernen nicht den Namen seiner ‚Fotomodelle’ oder den Ort kennen – die Bilder könnten überall in der Welt und zu jedem Zeitpunkt gemacht worden sein. Die Zeit wird mit warmer Ausstrahlung in dauerhafter Aktualität unprätentiös eingefroren.

- - -

Todd Hido is a San Francisco Bay-Area based photo artist. Since 2001, when he published his first monograph, entitled ‘House Hunting’ he became a rising star of the American art scene. Meanwhile his work is known worldwide and his works are held in many permanent collections at the largest and topmost art institutions such as Guggenheim Museum, George Eastman House, Whitney Museum, Art Institute of Chicago.

Todd Hido is most recognised for his night photographs depicting deserted suburbs and roadsides. He draws much of his inspiration from the past and seems to recall random snapshots from his childhood and the atmosphere of the American suburbs where he grew up. In the series ‘House Hunting’ Hido has photo-graphed the insides of empty, tractstyle homes and the outsides of similar houses whose glowing window-panes signal their habitation. Seldom has suburbia looked spookier and more forlorn.

The portraits of women posing in desolate rooms give off the impression of rootlessness, isolation, desertion, loss and of inevitable end. We do not learn the names of the women or venues – the images could have been taken anywhere in the world and at any point in time.

Contact Imprint AGB